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 _ L'albero dell'amore (Der Baum der Liebe). Buchenrinde-Graffiti in der Fotografie von Flavio Faganello
L'albero dell'amore (Der Baum der Liebe). Buchenrinde-Graffiti in der Fotografie von Flavio Faganello
Trient, Stadtteil Valsugana (TN) 2004-2005
In Zusammenarbeit mit der autonomen Provinz Trient, Trentiner Museum für Naturwissenschaften, Gemeinde des Stadtteils Valsugana (TN)
Unter der Leitung von Roberto Festi und Michele Lanzinger. Katalog esaExpoedizioni
Die Ausstellung steht für eine Neuauflage zur Verfügung

Die Ausstellung, die zu erst im Trentiner Museum für Naturwissenschaften in Trient gezeigt wurde, ist der Allegorie der in Buchenrinde eingeschnittenen Liebesworte und -zeichen gewidmet, ein wahrer "Baum der Liebe", der wegen der besonderen Struktur seiner Rinde unter den anderen Baumarten des Mittelgebirges ausgewählt wurde. Wegen seiner ökologischen Merkmale finden sich die Buchenwälder häufig in besonders romantischen Landschaften, die zu einem Spaziergang einladen. Und genau das sind die Orte, welche die unbekannten Holzschnitzer anziehen, die der Trienter Fotograf Flavio Faganello (1933-2005) so geschickt dokumentiert hat. Da jede Fotografie lokalisiert werden kann, ist diese Ausstellung gleichzeitig eine ungewöhnliche Aufforderung zu einer Wanderung auf den Spuren der Gefühle, die der Fotograf in drei Jahren Suche in einem seiner letzten und gelungensten Werke zusammengetragen hat. Es handelt sich dabei vor allem um die Symbole ewiger Treue, doch sind auch umfassendere Inschriften vorhanden, die sich auf besondere historische Momente beziehen. Dieses Archiv der Gefühlerinnerungen wird uns mit entzauberter Nostalgie und der Gewissheit des Kontrasts übergeben, der zwischen dieser antiken Geste und den neuen Kommunikationsmitteln des Zeitalters der E-Mails, SMS und der ständigen Erreichbarkeit der Mobiltelefone herrscht. Ein Konflikt zwischen dem Gefühl, das der Ewigkeit der majestätischen Buchen anvertraut wurde und der Flüchtigkeit des elektronischen Kommunikationsmittels. Die Ausstellung besteht aus 90 Fotografien unterschiedlichen Formats, auch auf unüblichen Trägern und als Videovorführung, was den Besuch besonders suggestiv macht.